Fussballmatch Väter gegen Söhne

Donnerstag, 6. Juni 2013

Fussballmatch Väter gegen Söhne:

Die Jugend gewinnt – dank Feuer im Herzen

Es ist immer ein besonderer Abend, wenn die Weltauswahl der Söhne die Weltauswahl der Väter zum Fussball-Duell herausfordert. Bereits zum vierten Mal fand er statt,  der Anlass, der zur WM 2009 ins Leben gerufen wurde. Die Vorfreude war riesig, der Einsatz schweisstreibend und der Sieg verdient: 12:10 für die Söhne in einem hart umkämpften Match.

Den Auftakt zum gelungenen Abend machte eine Weltauswahl aus Viert- und Fünftklässlerinnen. Als Cheerleader heizten die Mädchen den Fussballern und dem Publikum zu poppigem Sound ein erstes Mal ein. Dann machten sie den roten Platz beim Altenburg frei für den Kampf ums runde Leder.

Fünf der Mädchen – Delia, Lorena, Sonja, Tiziana und May – zückten ihre Notizblöcke und befragten am Spielrand Söhne, Väter und die Organisatoren des beliebten Anlasses.

Reporterinnen: „Jungs, warum macht ihr hier mit?“

Nicola: „Weil es mir Spass macht.“

Jens: „Mir auch.“

Shane: „Weil ich gerne Fussball spiele.“

Ivan: „Ich will den Vätern beweisen, dass wir besser sind.“

 

Reporterinnen: „Was könnt ihr denn besser als eure Väter?“

Andrey: „Alles!“

Albion: „Genau, alles.“

Erenik: „Wir spielen besser Fussball, dribbeln besser und sind einfach besser.“

Almedin: „Wir sind flinker und jünger.“

 

Reporterinnen: „Wieso werded ihr gegen die Väter gewinnen?“

Ivan: „Weil wir besser sind.“

Almedin: „Und weil wir mehr Willen haben.“

Jair: „Wir haben das Feuer im Herzen. Das haben die Väter nicht.“

Nicola: „Weil es einen Pokal gibt.“

 

Reporterinnen: „Und Sie als Väter, warum machen Sie mit?“

Vater von Mateo: „Weil es Freude macht.“

Vater von Dominik: „Weil es mein Sohn gerne wollte.“

Vater von Shane: „Weil ich der Vater bin.“

Vater von Bujar: „Ich mache jedes Jahr gerne mit!“

 

Reporterinnen:  „Was machen Sie denn besser als die Söhne?“

Vater von Marko: „Wir sind grösser und schneller.“

Vater von Mateo: „Und stärker.“

Vater von Ramon: „Ich denke, wir machen nichts besser.“

 

Reporterinnen: „Und wie wollen Sie dann gewinnen?“

Vater von Dominik: „Wir haben eine geheime Taktik. Die verraten wir aber nicht.“

Vater von Shane: „Wir sind uns nicht sicher, dass wir gewinnen. Aber wir geben alles.“

Vater von Bujar: „Wir müssen gewinnen. Vor zwei Jahren haben wir gewonnen, letztes Jahr verloren. Jetzt heisst es wieder gewinnen!“

 

Reporterinnen: „Herr Messmer, warum haben Sie diesen Väter-Söhne-Match ins Leben gerufen?“

Arnold Messmer (Schulleiter): „Zuerst einmal ein Kompliment, ihr Mädchen habt das super gemacht mit dem Tanz. Und ich freue mich, dass so viele Leute da sind zur Unterstützung.

Die Idee hinter dem Väter-Söhne-Match ist folgende: Väter sind ja oft den ganzen Tag weg von ihren Familien. Wir wollten gerne, dass die Söhne hier in der Schule mal etwas zusammen mit ihren Vätern unternehmen können. Etwas, das beiden Freude macht. Oft sind Jungs im Fussball gut, die sonst in der Schule nicht so brillieren. Hier haben sie die Chance, ihr Können zu beweisen.“

 

Reporterinnen: „Herr Kurz, was ist das Tolle an diesem Anlass?“

Michael Kurz (Schulsozialarbeiter): „Es ist immer ein guter Anlass mit viel Publikum, mit einem gemütlichen Teil – und immer fair. Toll ist, dass sich Jungs aus unterschiedlichen Klassen gegenseitig anfeuern. Sie wissen, dass sie nur gewinnen können, wenn sie füreinander kämpfen. Daraus entstehen ein toller Zusammenhalt und eine Gemeinschaft der Altenburg-Jungs.

Toll ist auch, dass so viele Väter aus unterschiedlichen Nationen mitmachen. Sie lernen dabei sich und die Söhne ihrer Mitspieler besser kennen. Und alle haben gemeinsam Spass. Das hilft enorm, wenn es dann vielleicht später einmal darum geht, gemeinsam Lösungen für Schwierigkeiten zu finden.“

 

Reporterinnen: „Und wann gibt es so etwas nur für die Mädchen?“

Michael Kurz: „Das heisst, ihr hättet auch gerne einen eigenen Anlass? Dann sollten wir das gemeinsam anschauen. Vielleicht in einem Schülerrat – einem nur für Mädchen. Dann könnt ihr Ideen sammeln und diese einbringen. Es wäre ja toll, wenn es nicht einfach eine Kopie wäre, also Töchter gegen Mütter, sondern etwas ganz eigenes.“

Arnold Messmer: „Im nächsten Schuljahr werden wir mehr für die Mädchen machen. Und die Jungs auch nicht vergessen.“

 

Die Jungs haben also zum zweiten Mal in Folge den begehrten Pokal gewonnen. Die Freude und der Stolz waren riesig. Dass es nicht in erster Linie um den Pokal ging, zeigte sich nach dem Spiel. Während das Publikum bei Wurst und Brot gemütlich beisammen sass, trafen sich Väter und Söhne noch einmal auf dem roten Platz. Ganz unbeschwert und ohne Schiedsrichter - zu einem Generationen und Nationen verbindenden Fussballspiel.