Schulhauskultur

Die aktuelle gesellschaftliche Wirklichkeit ist geprägt von hohen Ansprüchen an Eltern und Schule und der Neigung wechselseitig Kompetenz und Autorität zu hinterfragen. Diese Tendenzen begünstigen Disziplinar-, Gewalt- und Vandalismusphänomene in den Schulen. Mit einer sorgfältigen Kooperation zwischen Lehrpersonen und Eltern muss wechselseitiger Respekt und Vertrauen aufgebaut und gemeinsam ein orientierender Rahmen für Kinder sichergestellt werden. Disziplinar-, Gewalt- und Vandalismusvorfälle sind für eine Schule nicht nur Situationen in denen mit Sanktionen die gültige Ordnung durchgesetzt werden muss. Solche Vorfälle sind günstige Gelegenheiten, um wichtige Lern- und Entwicklungsprozesse bei den Kindern anzustossen. Die Art wie wir mit solchen Situationen umgehen, hat Vorbildcharakter und ist darauf ausgerichtet die Kinder in der Entwicklung ihrer Selbststeuerungskompetenz zu unterstützen.

Careteam

Seit über 10 Jahren kümmert sich das Careteam um die Erhaltung und Weiterentwicklung einer Schulhauskultur, in der das Miteinander und das friedliche Zusammenleben aller Beteiligten im Mittelpunkt stehen.
Das Careteam organisiert passende Fortbildungen für das Team, Inputs (und Workshops) an den Elternabenden und Präventionsangebote für die Klassen (Gewalt/Medien). Im Austausch mit dem Schulhausrat können aktuelle Themen aufgegriffen werden.
Das Careteam-Altenburg besteht aus zwei Vertreterinnen der Lehrpersonen (Gisela Neumann und Stefanie Tanner), einer der Schulleiterinnen (Sandra Werder) und in beratender Rolle der Schulsozialarbeiterin (Frederike Weber).

Handlungsprinzipien

 

  • Neue Autorität: Wir orientieren uns in unserer Arbeit an den systemischen Grundprinzipien der „Neuen Autorität“ nach Haim Omer und integrieren auch andere methodische Vorgehensweisen, meist aus dem Bereich des lösungs- und ressourcenorientieren Ansatzes.

  • Erwachsenenkooperation und –präsenz: Es ist unser zentrales Anliegen, die Kooperation der Erwachsenen zu stärken und die Präsenz und wachsame Sorge der Erwachsenen zu erhöhen, vor allem bei Vorfällen in Pausen und schulangrenzender Freizeit. In der gelingenden Zusammenarbeit von Lehrpersonen untereinander und Eltern mit Lehrpersonen liegt der Schlüssel für gelingende Interventionen, da den Kindern so klare Signale gesendet werden können. Sie spüren, dass die Erwachsen da sind und gemeinsam Sorge für ihre persönliche Entwicklung, aber auch für die Umgangsnormen im und um das Schulhaus tragen.

  • Logische Konsequenzen: Wir arbeiten vorzugsweise mit logischen Konsequenzen und Wiedergutmachungen, da diese auf einen nachhaltigeren Lern- und Veränderungsprozess ausgerichtet sind und respektvolle Beziehungen begünstigen. Wir nehmen die SchülerInnen so auch in die Mitverantwortung für die Entwicklung und Erhaltung unserer Schulhauskultur und unserer Werte. Zugleich schulen und trainieren wir dabei ihre Sozial- und Selbstkompetenz.

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